Gedanken eines Bewohners

Monika das Phänomen

 

Sie kommt am Morgen um halb acht

vom Seiteneingang her und lacht;

und lachend geht sie durch den Raum.

Ihr Ziel ist gleich, man glaubt es kaum,

ein Rollstuhl, mitten im Gehege;

der muss natürlich aus dem Wege.

Und noch in ihrem „Außenkleid“:

„Mein lieber Freund, es tut mir leid.“

Schiebt sie den Rollstuhl lachend fort

an einen makellosen Ort!

Doch nun sind die Kollegen dran:

Begrüßung lachend Frau und Mann.

Jetzt erst beginnt der Arbeitstag

mit vielem, was man nicht gern mag.

Doch Monika ist auf der Hut.

Sie weiß, dass lachen gutes tut!

und lachend trocknet sie viel Tränen.

Ja, lobend muss man das erwähnen.

Wo Not ist da steht sie bereit.

Mit Liebe und Beharrlichkeit!

Die Ergo-Gymnastik sie ist famos

und nur bei Sankt Josef kostenlos.

Sie ist ein besonderes Element

für Monika, die ihr nun kennt.

„Zuerst heißt es sich warm zu machen“,

sagt sie mit listigem Lachen.

Im Wechsel-Schritt werden gehoben

die Arme von hinten nach oben.

Jetzt müssen beide Arme runter;

Dann seid ihr allmählich schon munter.

Die Ergo-Behandlung kann nun beginnen.

Man spürt´s im Gehirn,...nach innen.

Die Fingergelenke werden bewegt

und ein Glied über das andere gelegt.

Die Hände werden im Ganzen behandelt

in gänzlich neue Gefühle verwandelt.

Ja, Monika macht´s professionell

bestimmt nicht zu langsam,

doch auch nicht zu schnell!

Musik klingt aus dem Hintergrund

und macht die ganze Sache bunt.

Das alles müssen wir nun missen

lässt Monika uns alle wissen.

Wenn du nun gehst, dann hab Erbarmen

und lass dich einmal noch umarmen!

Wenn du zuhause Sehnsucht hast,

dann ist schnell ein Beschluss gefasst:

„Du gehst einmal um den Teich,

den Berg hinauf und bist bei uns sogleich!“

Ganz einfach zu machen, das ist doch zum lachen.


 

 

 

 

Liebe Monika,

wir wünschen dir auf allen Wegen

Gesundheit, Glück und Gottes Segen!

 

 

 

von Johannes Steinforth


Lebensweisheiten

Wir sollten viel bewusster leben

und nicht nach mehr Prestige streben.

Denn wer nur folgt dem Ruf der Massen,

wird kaum des Lebens Sinn erfassen.

Drum halte Ohr und Auge auf;

Gott weist dir deines Lebens Lauf!

Die Jugendzeit ist schnell vorbei

und damit auch des Lebens Mai.

So ist man in dem reif´rem Alter

nicht mehr so flügge wie ein Falter.

Doch bietet uns der Lebensgipfel

noch Glück genug, - pack es beim Zipfel!

 

von Johannes Steinforth


Maria Barkmann zum 70. Geburtstag!

 

Wir alle sind mit frohen Mienen

zu Deiner Ehre heut`erschienen

und haben uns viel Zeit genommen.

Als Nachbarn sind wir gern gekommen.

Als du des Mutterleibes Grenzen

vor nun mehr 70 Lenzen

verlassen hast in diese Welt

hat sich der Sonne Licht erhellt.

Die Eltern waren überglücklich

denn sie erkannten Augenblicklich:

Die Kleine ist rundum gesund;

zu Sorgen gab es keinen Grund.

Das Töchterchen wuchs schnell heran

Die Eltern hatten Freude dran.

Maria war von Grund auf heiter

und ward von Tag zu Tag gescheiter.

Ja, ist das denn so lange her?

Wirklich, man kennt die Zeit nicht mehr.

Die Zeit vergeht im Sausewind

und zieht uns alle mit geschwind

Die Jahre geh ‘n im Flug dahin

Doch jeder Tag hat seinen Sinn.

Das spürt man, wenn man älter ist,

weil man mit anderen Maßen misst

als noch in frühen Jugendjahren,

da wir noch unbefangen waren.

Wenn Dich in manchen Lebenslagen

auch manchmal böse Geister plagen

lässt den Humor Du nicht vermissen.

Du sollst von lieben Freunden wissen;

Denk oft zurück an jene Zeit

da Du stets voller Fröhlichkeit

Dein Tagwerk hast vollbracht

und mit Freunden hast gelacht.

Wir grüßen zum Geburtstag Dich

und wünschen, dass du hoffentlich

Bereit mit uns zu scherzen

Und richtig lachen kannst von Herzen.

Wir bitten Gott vor allen Dingen

dass er wird seinen Segen bringen.



Dank an Gerda Tegeder

 

Liebe Gerda,

Wenn jemand, der im Rentenalter

sich flott bewegt so wie ein Falter

und bleibt dabei noch unversehrt,

dann ist das wohl erwähnenswert!

Man sieht es mit Begeisterung:

Anscheinend bleibst du ewig jung.

Und überall bist du vor Ort;

Man sieht dich hier, man sieht dich dort.

Sucht man dich mal im tiefen Keller,

ja ohne Lift bist du viel schneller.

Als auf den Aufzug lang zu warten

sieht man dich auf der Treppe starten.

Du kennst dich sehr gut aus,

in unserm großen Haus.

Du hilfst auch gern in der Kapelle,

wo man dich braucht bist du zur Stelle.

so manchen Rollstuhl schobst du schon.

Und viel tust du für Gottes Lohn!

Getrocknet hast du viele Tränen.

Das muss man lobend hier erwähnen.

Den ganzen Tag stehst du bereit

mit Liebe und Beharrlichkeit!

Nun bist du 70 Jahr geworden!

Verdient hast du dir manchen Orden.

Die Kollegen sind zugegen

und wünschen dir auf allen Wegen

Gesundheit stets und Gottes Segen.

Erwähnen möchten wir noch ehrlich:

Du bist hier einfach unentbehrlich!

 

von Johannes Steinforth



Freut euch des Lebens, weil noch das Lämpchen glüht:

pflücket die Rose, eh sie verblüht! 

 Wir kennen keine Einsamkeit

nur fröhliche Gemeinsamkeit

im St. Josefs Hause

und singen ohne Pause.

 

Im Hause sind wir gut gepflegt,

weil manche Schwesterhand sich regt.

So sind wir gut geborgen

und brauchen uns nicht zu sorgen.

 

Im Josefhaus ein Pflegeteil

ist auch Gewiss das Seelenheil.

Schwester Irmine kennt sich aus

In unserem Gotteshaus.

 

An manchem Abend wird gegrillt.

Der Chef selbst unsern Hunger stillt.

Es wird verzehrt so manche Wurst

und auch gelöscht der Durst.

 

Klaus Reinken ist auf jeden Fall

bei Zimmersuche überall,

auf unsrer Seite hilfsbereit

und opfert dafür viel Zeit.

 

Regina hält die Übersicht.

Sie verliert die Nerven nicht.

Im Tempo wie ein Wirbelwind

sie eine Lösung find´t.

Auch Sonderwünsche sind genehm.

Erfüllt sind sie bald ganz bequem:

Geburtstagsessen für uns all,

das gibt’s nicht überall.

 

Beim Basteln sind wir kreativ,

wenn uns die liebe Patra rief.

Vom Himmel holten wir Sterne,

glaubt mir, wir taten das gerne.

 

Auch außer Haus ist etwas los,

man denke an den Tierpark bloß:

Der Lions-Club hat uns gefahren

im Zoo und das seit Jahren.

 

Der neue Bulli stand am Start,

für so manche Emslandfahrt,

zum Vergnügen aller.

Das war ein echter Knaller!

 

Auch Hollandfahrten sind beliebt,

weil´s dort so viel zu sehen gibt.

Ob Enschede ob Oldenzaal,

letzten Endes ganz egal.

 

Wenn man zum Schluss noch überlegt,

was ständig sich für uns bewegt:

dann ist uns allen sicher klar:

„Dies Haus ist wunderbar!“

 


Herzlichen Dank an Herrn Johannes Steinforth für diese schönen Zeilen!

 


Dank an Sr. M. Irmine

 

Im Josefhaus ein Pflegeteil

ist auch gewiss das Seelenheil.

Schwester Irmine kennt sich aus

in unserm Gotteshaus.

Am Altar brennen schon die Kerzen,

der Rosenkranz liegt Ihr am Herzen.

Sie packt dann selber fleißig an

und holt so manchen Rollstuhl ran,

bis schließlich dann zuletzt

die Kirche ist besetzt.

Jetzt betet sie mit viel Inbrunst

um unser Gottesmutters Gunst.

Das hat uns immer gut gefallen,

zum Schluss bedankt sie sich bei allen.

Wir haben Grund zum „Danke“ sagen!

Wir sahen sie an vielen Tagen

an manchen Krankenbetten stehen;

ganz einfach nur um nachzusehen

und Gottes Hilfe zu erflehen.

Wir bitten heut´ um Gottes Segen

auf allen Ihren Wegen.

Gesundheit mag er Ihnen schenken

und alle Ihre Schritte lenken.

 Gedichtet von unserem

Bewohner J. Steinforth


Dank an die Küche

Ein feierlicher Duft

lag Pfingsten in der Luft!

Ganz in der Nähe uns´rer Küche

entfalteten sich Wohlgerüche.

An beiden Tagen konnt´ man spüren;

„Hier ist ein Meisterkoch am Rühren!“

Was mag sich nur abspielen dort

an diesem stets geheimen Ort?

Der Speiseplan der beiden Tage

ließ sicher hoffen, ohne Frage.

Jedoch was Pfingsten auf den Tisch kam,

man schmunzelnd gern zu munde nahm.                                                     Von Johannes Steinforth

Menüs der allerbesten Klasse!

Ja, uns´re Küche ist schon Rasse.

Ganz sicher wird da mancher Magen

sehr gerne vielmals „Danke“ sagen. 


Gedanken eines älteren Herrn…

Du führst mich Herr durch deine Welt

und wirst mich, wann es Dir gefällt,

auch in Dein himmlisch Reich erheben.

Dort darf ich bei Dir ewig leben.

Das glaube ich, weil Jesus Christ

Erlöser aller Menschen ist.

                                                                                J. Steinforth 


Kein schöner Land

(Hommage an Dieter Worpenberg)

 

Kein schöner Land in dieser Zeit

als hier das uns´re weit und breit.

Es ist gelungen was wir gesungen,

weil Du uns hast betreut.

Du hast uns wirklich reich beschenkt

und mit Musik den Takt gelenkt.

Da haben wir so manche Stund`

gesessen hier in froher Rund´

und taten singen, die Lieder klingen

aus frohem Mund.

Dass wir uns hier im Josefssaal

getroffen so viel hundertmal:

Gott tat es schenken, Gott tat es lenken.

Er hat die Gnad!

Wir wollen weiter fröhlich singen.

Wird´s ohne Dich denn wohl gelingen?

Du hast in Deiner Freizeit auch

für uns zum weiteren Gebrauch

manch` Liedermappe hergestellt

und eingebunden wie´s gefällt.

Mit Liedgut sind wir gut versorgt

weil Du für uns hast vorgesorgt!

Du hast Dich sehr für uns geplagt!

Dafür sei Dir jetzt „Dank“ gesagt!

Wir werden oftmals an dich denken

Und die Gedanken rückwärts lenken,

auch weiter frohe Lieder singen

und Dir sehr gern ein Ständchen bringen.

Vielleicht kommst Du uns mal besuchen!

Dazu brauchst Du kein Ticket buchen.

Wir freu´n uns auf ein Wiedersehen,

wenn wir jetzt auseinander gehen,

und wünschen Gottes Segen

auf allen Deinen Wegen!

Bleib kerngesund und munter

von Johannes Steinforth                                                                      Du gehst dann auch nicht unter.